#5 Klinik: Reha-Burnout

Jetzt bin ich 5,5 Wochen hier in der Klinik. Habe bereits auf 8 Wochen verlängert und die Option auf 12 Wochen liegt schon auf dem Tisch. Würde ich die 12 Wochen voll machen, wäre ich jetzt noch nicht mal bei der Hälfte!! Und dabei hab ich jetzt schon en mittelmäßigen Reha-Koller.

Mir geht zunehmend ziemlich einiges auf den Sack. Meine Einzeltherapeutin im Urlaub, der DBT Stationspfleger im Urlaub, dauernd Feiertage. Die Dinge, die Pfingsten eben so mitbringt. Aber unabhängig davon, hat auch die Zeit begonnen, wo viele Abschiede anstehen bzw. schon durch sind. Meine liebsten Mädels sind schon abgereist (die Beziehung, die durch Borderline kurzzeitig zu Bruch ging, haben wir wieder gekittet, immerhin ein Erfolg, mal was neues versucht!), die mit denen ich angereist bin werden auch immer weniger. Immer mehr neue unbekannte Gesichter. Davon erstaunlich viele Vollidioten. Kommt mir so vor, als würde die Anzahl massiv zunehmen. Gibt ja immer welche, auch in meiner Anreisegruppe. Aber es waren schon deutlich weniger! Viele Menschen die mir einfach schon generell unsympathisch sind. Ob ich will oder nicht. Und ja, ich denke manchmal selbst, ich wäre ein Misanthrop und finde ja Vorurteile selbst bescheuert, aber hier werden sie leider auch oft bestätigt.

Und dann das, was mit am meisten auf den Sack geht! Diese Normalität inzwischen in den Tagesabläufen. Die mich an sich schon nerven. Ich will wieder mal ausschlafen am Wochenende, in Ruhe frühstücken, Mittagessen wann ich will und wenn ich Hunger habe. Mal keinen komischen Typen sehen. Nicht dauernd die selben Typen, deren Gesichter mir vertrauter sind, als die meiner Freunde. Denn diese verblassen mangels Bindung zu Menschen bei mir sowieso sehr schnell! Ich will mal in meinem Bett pennen. Nicht mit ner komischen Schwester nachts auf der Station diskutieren wegen ner Ibuprofen400 (!!!) weil der Rücken schmerzt. Ich werd mich mit ner Ibu400, die es rezeptfrei in jeder Apotheke gibt schon nicht selbsttöten *rolleyes*. Ich will mal an meinen Kühlschrank laufen und da was rausnehmen. Mal am Samstag meine Freunde treffen und en Bier trinken (in der Reha lebe ich bisher abstinent). Nicht dauernd an besetzte Waschmaschinen laufen.

Und dann ändert sich die DBT Gruppe auch grad massiv. Die beiden Konstruktiven sind leider gegangen und werden jetzt praktisch ersetzt durch zwei, die so therapierbar sind wie en Stück holz. Das nervt auch wie die Sau. Zumal eine aggressiv ist und ich sie deswegen schon nicht mag. Und en Arschloch wie ich dann auch sein kann, reize ich sie dezent. Vielleicht flippt sie ja aus. Dann kann ich ihr direkter und einfach sagen, wie sehr sie mich nervt. Jedenfalls scheisse alles.

Kurzum, mir geht so ziemlich alles auf den Sack hier grad und ich hab sowas von keine Lust mehr. Ich hab echt grossen Respekt vor Leuten die hier 12 Wochen durchhalten. Ich glaub dafür steh ich nebenher „zu sehr im Leben“. Weil ich gehöre hier glaube ich zu den wenigen, die ne Arbeit haben, diese vorallem auch nach der Reha ausführen können und ganz wichtig, im Vergleich zu den anderen auch wollen. Ich weiss ned wie viele absolut NUR hier sind, um nix zu tun in der Hoffnung, danach nie wieder arbeiten zu müssen. Und dann enttäuscht sind, dass die Ärzte sie ned mit nem Koffer voll Geld und der Rentenurkunde heim schicken.

Eine Mitpatientin und Freunde sagte mir, sie müsse nach der Reha (sie war 12 Wochen im DBT) eine neue Reha wegen Reha-Burnout beantragen. Da ich ja en Dr. Titel habe, war ich ab dann der Facharzt für Reha-Burnout und Prävention. Wegen meiner guten Tipps. Nur mich selbst kann ich wie immer am schlechtesten therapieren.

#4 Klinik: Beziehungen

Als absoluter Beziehungslegastheniker habe ich Beziehungen mit allem was dazu gehört zu einem meiner Schwerpunktsthemen gemacht. Ich hab einfach so oft überhaupt kein Plan wie ich mich in Beziehungen verhalten soll. An welchem Punkt ich stehe. Stichwort Nähe und Distanz. Beziehungen ist bei mir gleich emotional aufgeladen. Von anfang an. So dass ich Beziehungen inzwischen fast häufiger aus dem Weg gehe, als darauf zu.

Jetzt bin ich ja in einer Klinik. Eine Art Spielplatz. Wo Menschen, die nicht ganz alle Latten am Zaun haben allerlei ausprobieren können. Und Beziehungen aller Art muss man (leider) ausprobieren. Ganz ohne geht es ja auch nicht, obwohl mit das oft echt lieber wäre. Das ist ja auch irgendwie in der Natur noch so verankert. Ob das lose Kontakte/Freundschaften oder tiefere Beziehungen sind. Intime Kontakte sind auch eigentlich nicht erlaubt. Schließlich habe ich ein DBT Vertrag unterschrieben, in dem das verankert ist. Generell ist so ne Reha aber auch ne Partnerbörse für (ich sag’s mal flapsig) Pommes-Frittes-Bräterinnen die tendenziell Lastkraftfahrer um den French-Nail-Finger wickeln. Kurzum: dass die Theater immer noch zu haben merkt man hier gar nicht 😉

Kontakte habe ich ja. Gut dass ich noch immer rauche… in der Klinik sogar mehr als sonst (*rolleyes*). Da lernt man immer hin schnell viele Menschen kennen. Aber ich hab auch noch Therapien. Wie z.B. DBT. Und oh wunder kam es zum dem was erwartbar war. Dass ich mir wieder die schwierigste Beziehung aussuche. Mit einer Borderlinerin. Dabei weiss ich doch, dass zwei Borderliner in einer Beziehung mindestens fünf zuviel sind. Beziehung im Sinne von „man versteht sich, man spricht gut, eigentlich konstruktiv, man baut vertrauen auf“ nicht im klassichen Sinne von „intim oder paar“ etc. Ok, jetzt denke ich, war ja klar dass das ned gut geht. Und das ging es auch nicht. Dafür zahl ich jetzt den Preis mit ner soliden Anspannung von 100. Und ich bekomme sie grad nicht runter. Wenn man bei mir vertrauen nimmt und das an die Wand klatscht trifft das ein wunden Punkt. Dabei ist Beziehungen wieder zerstören eigentlich mein Job. Und deswegen mach ich das vermutlich selbst wenn Nähe entsteht. Damit genau das nicht passiert. Dass ich nicht wieder vorgeführt bekomme, dass Nähe und Vertrauen einfach ein verfickter scheiss ist, der nichts bringt. Ich hätte es besser wissen müssen, dass das passieren muss in so einer Beziehung an so einem Ort. Jetzt sag ich mal gewagt prognostisch, es droht die erste Verhaltensanalyse wenn das alles nicht besser wird. Und ich kann mir jemand neuen suchen, dem ich vielleicht vertraue. Aber das wird schwer in der für mich kurzen Zeit. Eigentlich hab ich gar keine Lust mehr auf diese ganze scheisse hier.

Toller Spielplatz ist das für mein Schwerpunktsthema.

#3 Klinik: Ausrasten

Eigentlich lief diese Woche erstmal alles ok. Es die die zweite Woche in der Klinik, die erste Woche, in der auch ziemlich Routine eingekehrt ist. Das etwas chaotische Mangement bzgl. Corona führt zwar immer mal wieder zu Anspannung aber es geht dann doch.

Unverhofft kommt aber dann doch oft. Besonders bei Borderliner. Klar war, der Tag gestern wird intensiver. Denn ich hatte neben DBT Infogruppe auch noch Einzeltherapie. Dass ich aber bei der Atemübung davor praktisch eskaliere, das kam überraschend. Ich weiss zwar, dass ich Entspannungsübungen nicht kann und dabei tendenziell ausraste, aber ich wusste nicht, dass sowas in der Atemübung gemacht wird. Schon gar nicht im Grunde nur. Und dann auch ~35 Minuten. Es hat etwa so 2 Sekunden gedauert, da ist die Anspannung auf ne solide 90 geschossen. Damit war der Tag durch. Gut für mich, in ner Klinik zu sein. Und gut für mich danach noch vor allem ne Einzeltherapie zu haben. Und ein DBT Team, was dann doch hilft.

Dadurch war das glaub das erste mal, wo ich sowas in der Art ohne groß Schädigung oder Verletzung geregelt habe. Ob ich das jetzt gut finde weiss ich noch nicht. Rein logisch ja. Aber heute fühlt es sich tatsächlich komisch an, fast falsch. Es scheint ich muss mich noch an einiges gewöhnen. Es ist fast gut, wenn man hier praktisch dazu gedrängt wird, das irgendwie alles sinnvoll zu machen.

#2 Klinik: DBT und icke

Heute bin ich quasi eine Woche in der Klinik. Ok eine Woche und einen Tag. Diese Woche startete die DBT dann direkt. Ich merke definitiv, wie therapieerfahren ich schon bin. Aber tatsächlich gibt’s auch einiges neues. Und vor allem was mich überrascht, ich hab echt viel zu tun für die DBT. Dauernd was ausfüllen. Stresskurve hier, Wochenprotokoll da, Hausaufgaben (!!!) für das Modul Stresstoleranz etc. Es zahnt alles sehr gut ineinander hier bei der DBT. Gefühlt jede(r) Angestellte(r) weiss, dass man DBT macht. Und ist darauf trainiert. Dafür gibt es (natürlich auch wegen Corona) allerdings überraschend wenig DBT Patienten oder Bordis allgemein. Aber die, die teilnehmen, könnten unterschiedlicher kaum sein. Find ich eigentlich ganz gut.

Und ich? Ich komme mir immer noch recht komisch vor hier zu sein. Wie im schlechten Traum. In dem ich nur drauf warte, dass er endlich vorbei ist. Meine solide Grundspannung liegt bei rund 50, stark schwankend. Was irgendwie zu erwarten ist. Als Bordi. Auf 100 hab ich es noch ned gebracht, nur auf 80 gestern und da war ich kurz davor eine Weglaterne zu zerstören. Vielleicht muss ich auch meine Spannungskala mal anpassen. Vor allem wenn ich sehe, dass andere bei 80 dagegen noch recht vernünftig wirken. Nicht dass ich unvernünftig wäre, schließlich steht die Laterne ja noch, innerlich bin ich aber schon mal fett eskaliert. Nun ja, gut für die DBT Hausaufgabe, schlecht für mich 😉

Nun gut, im Vergleich zur Schule versuche ich die Hausaufgaben mal zu machen und nicht kurz vor der Therapie auf der Heizung sitzend abzuschreiben wie in der Schule. Ich glaube DBT ist tatsächlich gut, ob die mich dazu bringt manches Denken und Handeln zu ändern, das wage ich allerdings noch etwas zu bezweifeln.

#1 Klinik: The Arrival

Seit gestern Vormittag ist es also soweit. Ich bin in einer Klinik. In einer psychosomatischen Klinik. In einer, in die ich erst dringend wollte, jetzt aber gar nicht mehr wollte. Weil’s mir gut ging. Zumindest für meine Verhältnisse. Dank Corona.

Nun ja. Jetzt bin ich also da. Angekommen, erstmal kurze Untersuchung. Vor allem auf Corona natürlich. Dann auf’s Zimmer. Zwischendurch noch Mittagessen (das Essen ist schon mal gut kann ich sagen). In Coronazeiten ist das auch hier sehr….merkwürdig. Erstmal sind alle Neuankömmlinge in einem extra Haus untergebracht. Sprich bis man auf die eigentliche Station kommt dauert eine Woche. Und die etablierten Patienten sind praktisch meistens von uns getrennt. Egal ob Schwimmbad, Trainingsraum. Essen oder was auch immer, die Neuankömmlinge machen alles extra, damit niemand das Virus unkontrolliert einschleppt. Während des Essens beobachte ich die anderen Neuankömmlinge. Generell interessant. Es gibt die, die glaub nicht zum ersten mal in solch einer Klinik sind und deswegen so wirken als wohnten sie hier. Dann die, die recht traurig mehr auf sich fokussiert sind und nach unten schauen, denen das alles unangenehm ist. Und dann noch die, die dieses unangenehme Gefühl eher so überspielen, indem sie so tun, als wären sie nur zufällig da und signalisieren, dass sie so gar kein Bock haben. Ich glaube ich bin auf jeden Fall ein Mix aus den letzten beiden. Jetzt bin ich ja auch im Vergleich zum Rest (zumindest mit denen ich bereits sprach) mit weitem Abstand der Therapieerfahrenste. Deswegen schaue bzw. überlege ich auch, wegen was die denn so da sein könnten. Ich bin bei manchen noch unsicher. Ich glaube aber Burnout/Depression ist tatsächlich führend. Borderline würde ich rein gefühlt mal noch 1-2 neben mit einordnen (nur von den Neuen jetzt, was gesamt ~20 sind diese Woche).

Nachmittags dann der „Erstkontakt“ zur Stationsschwester und generellen Bezugsperson. Eine sehr nette Frau. Man spricht über paar generelle Sachen. Medikamente, Therapieziele, die aktuelle Situation bzgl. Corona etc. Mit Bezugspersonen tu ich mich aber auch dahingehend schwer, dass ich a sowas nie hatte. Und sie zwar sagt sobald was ist soll ich kommen. Aber ich weiß dann gar nicht was „was ist“ ist. Naja vielleicht find ich das noch raus! Dann noch ein Einführung in Kneipp Güsse. Die natürlich direkt überzogen wird, womit ich den Folgetermin fast verpasst habe. Doch die ob meiner Verspätung etwas angesäuerte Stationsärztin hieß mich dann aber doch noch willkommen, wodurch ich dann den Folgetermin wiederum komplett verpasst habe. Hallo Reha Alltag. Das wars auch für den ersten Tag.

Heute dann um 7:10 Uhr (!!!!!!) Blutentnahme. Dann Frühstück. Dann das erste längere Gespräch mit der für mich zuständigen Ärztin auf der Station, auf der ich dann in einer Woche sein werde. Das ging recht lange. War sehr angenehm und sehr gut. Ich finde generell, die haben hier extrem viel Verständnis für BPS und generell psychischen Störungen. Danach noch etliche Einführung, noch keine richtigen Termine. Nach dem Abendessen war ich noch 1,5h im Fitness.

Die nächsten drei Tage werden natürlich evtl. langweilig wenn das Wetter nicht mitspielt. Es ist halt nix über den Feiertag und das WE, klar.

Fazit: Es wird wohl noch 1-2 Tage brauchen, bis ich angekommen bin. Durch die ganzen Coronamaßnahmen gibt’s schon einige Einschränkungen. Z.b. sind direkte Therapien mit Kontakt nicht möglich wie Massagen oder manuelle Therapie. Außerdem sind manche Sachen wie manche Becken/Bäder, jedes zweite Fitnessgerät oder anderes nicht nutzbar. Das Essen ist wegen der Maßnahmen natürlich auch irgendwie doof. Man lernt da im Grunde kaum wen kennen. Es sei denn man kann ein Tisch ergattern an dem zwei sitzen dürfen, die meisten Tische sind aber nur für eine Person. Anderseits sind auch viel weniger Patienten da, was auch laut Personal sehr angenehm ist. Normal rennen hier 170 Patienten rum. Ich schätze mal im Moment sind es vielleicht 80+-. Denn auch die Reha muss ein Teil frei halten, falls die Coronalage eskaliert. Eine Station ist deswegen wohl sogar geschlossen. Sonst von der Klinik her glaube ich ist es echt gut. Es sind eigentlich durch die Bank alle Verantwortlichen, ob Ärzte, Pfleger, Küche oder der ehrenamtliche Rentner im Fitnessraum wirklich sehr nett. Also das scheint schon gut zu sein. Ich bin mal gespannt wie lange ich hier sein werde. Das muss ich mal in Erfahrung bringen. Denn ich bin wohl für das DBT gemeldet, das eigentlich 12 Wochen geht. 😦 Bisher weiss ich avrer nur von 6 Wochen. Naja nun erstmal weiter ankommen.

Restless leck……mich Syndrom

Heute nach war’s mal wieder soweit. Die Reha bereitet mir auf vielen ebenen Sorgen. Das wiederum hat mich nicht zur Ruhe kommen lassen. Grübeln. Grübeln über Grübeln. Dazu: Grübeln. Zwischendurch Grübeln. Dann juckt es überall. Uff, überall gekratzt. Super Grübeln. Warm, kalt. Grübeln. Zweifeln. Wut. Jucken. Warm. Grübeln. Wärmer. Zweifeln. Kalt. Grübeln. Jucken. Wut. Überlege ob ich kurz ne Tür kurz und klein schlagen soll. Grübeln. Sich erinner, was man alles vergessen hat dieser Tage. Nicht nur bezüglich der Reha. Auch so sozial. Grübeln. Warm. Zweifeln. Jucken. Kalt. Ne Runde Harald Schmidt Show angucken. Grübeln. Warm. Kalt. Schluck trinken. 3:40 Uhr.

Schlecht wenn man arbeiten muss. Sehr schlecht. Noch schlechter, wenn man sowieso schon Bluthochdruck hat und gar nicht zur Ruhe gekommen ist. Und ganz schlecht, wenn man Medikamente gegen Bluthochdruck nehmen muss. Die sowieso eher Müde machen. Und man dann beim Arbeiten sitzt. Mit mehr Ränder als Augen. Nem Blutdruck von gefühlt 2:1 und nem Puls von 6000.

Wenn ich nicht noch ein Fünkchen funktionieren würde, würde ich jetzt mit dieser Glasflasche die hier steht, mein Bildschirm zertrümmern. Und das wäre erst der Anfang….

Aber irgendwie bin ich auch zu Müde dazu. Schön, dass ich noch was fertig bekommen muss heute -.-

Oh nein, Reha!!

Mist. Jetzt hab ich ein neuen Termin bekommen für den Start der Reha. Ich hatte ja kurz vor Ostern einen bekommen, dass ich kurz nach Ostern antreten kann. Was natürlich schon „dezent“ kurzfristig war, auch wegen der Feiertage. Ich habe es verschoben.

Jetzt habe ich ein neuen Termin. Und ich fühle mich nach wie vor wenig Reha bedürftig. Das wiederum nervt mich ziemlich. Ich denke mir grad „was stimmt nicht mit dir, dass du eine Reha beantragt hast? Nimmst du noch anderen den Platz weg. Es geht dir doch so gut wie lange nicht!!“. Und das hält sich hartnäckig. Ich weiß zwar, dass es mir vor geraumer Zeit echt dermaßen schlecht ging, kann das aber gar nicht mehr nachvollziehen. Weil es mir halt jetzt auch eher dermaßen gut geht. Wie geh ich das nun an? In die Reha gehen und so tun, als würde es mir scheiße gehen? Muss es einem überhaupt scheiße gehen? Grad in einer BPS zertifizierten Reha sollten die doch wissen, dass es einem mal gut und mal scheiße geht.

Ich würde mich auch nicht wundern, wenn ich das ganze versuche zu manipulieren. Zu torpedieren. Ggf. ein Rauswurf provozieren. Ich kenne mich. Um mich dann schlecht zu fühlen. Und keine Reha mehr zu haben. Wäre fast bisschen typisch. Aber deswegen gut, sich das im Voraus klar zu machen.

Ich weiß auch nicht, irgendwie hab ich grad den Eindruck ich hab alles außer die Reha Sache unter Kontrolle. Na das kann ja heiter werden 😦