Akzeptanz

Immer noch ziemlich große Schwierigkeiten habe ich mit Akzeptanz. Und um diese sollte es  gestern dann am Ende der Therapie auch noch gehen.

Meine Probleme mit Akzeptanz? Ich weiß

  • nicht was das ist,
  • deshalb auch nicht wie das geht
  • und auch nicht was man alles akzeptieren kann/muss/soll.

Fakt ist aber, wer wie ich ohne Akzeptanz durchs Leben geht hat es ziemlich schwer. Das gilt im übrigen für alle Arten von Akzeptanz. Ich rede allerdings von eine Art inneren Akzeptanz. Mit äußerer habe ich in der Regel weniger Schwierigkeiten.

Ich möchte das an einem aktuellen Beispiel erklären. Wenn ich Arbeite gibt es je nach emotionaler Verfassung Tage, an denen ich sehr gut arbeite. Da klappt alles, da brauch ich nur vielleicht 4 Stunden effektiv arbeiten und schaffe mehr als andere in 12 Stunden. Und dann gibt’s die Tage, an denen vermeintlich gar nichts klappt und ich am Ende gar nichts arbeite. Und ich bin keiner dieser Leute die bei sowas übertreiben. Wenn ich meine ich arbeite nichts, dann arbeite ich nichts. Ich bin zwar 8 Stunden am Arbeitsplatz, arbeite aber nichts. Irgendwann muss aber wieder einer dieser effektiven Tage kommen, sonst wird es langsam knapp von der Zeit her, denn der Arbeitgeber/Projektpartner will ja auch irgendwann neue Ergebnisse/Fortschritt sehen für sein Geld. Das erhöht den „natürlichen Druck“ von außen dann teilweise immens.

Jetzt geht es darum, „wie gehe ich mit diesen Tage um?“. Was genau passiert? Es gibt Tage, da reicht ein falsches Wort in nem Text, eine Fehlermeldung beim erstmaligen abspielen eines neuprogrammierten Quellcodes und mein Selbstwert ist nicht Null, er ist zerstört. „Typisch, war klar, du kannst nichts, war ja zu erwarten, was machst du überhaupt noch hier? Geh sterben, das hilft allen mehr“. Von diesen inneren Stimmen/Gedanken muss ich mich ablenken. Ich denke ich muss nicht erwähnen, dass sich in so einer Situation so rein gar nicht arbeiten lässt, oder Konzentration irgendwie im Ansatz möglich ist. Und Fehler passieren bei mir. Notwendigerweise. Immer. Denn schließlich mache ich Dinge, die es oft weltweit noch nicht gibt. Das Problem ist, lese ich dann z.B. Nachrichten oder irgendwas um mich abzulenken klappt das zwar, beim nächsten Fehler passiert aber wieder das gleiche. Und da kein Selbstwert da ist, wird das sich auch nicht ändern. Da mir aber auch völlig die Akzeptanz fehlt wird die Selbstzerstörung mit jedem Mißerflog schlimmer und schlimmer. An Arbeiten ist dann lange nicht mehr zu denken. Es müsste schon ein Zufallstreffer geben, dass ich dann weiterkomme beim Arbeiten.

Ein weiteres Problem ist, dass ich dann unfassbar wütend werde. Wut, Selbsthass. Und wenn ich z.B. Nachrichten lese, projiziere ich diese Wut schnell auf das Gelesene. Da ich Nazis absolut nicht abhaben kann, gibts da auch mehr als genug Projektionsflächen dieser Tage. Dann kann ich mich Stunden über diese maximal minderintelligenten und meist schwer adipösen Herrenvolkknilche ärgern. Haltlos. Maßlos. Das ist ebenfalls sehr kontraproduktiv und wenig zielführend.

Jetzt ist die Idee, für die schlechten Tage auch eine Akzeptanz zu entwickeln, „ja du hast hier ein Fehler gemacht, du darfst Fehler machen, jeder macht Fehler“ und „ja heute ist kein so ein produktiver Tag, aber es gibt auch Tage an denen du extrem viel zu Leisten vermagst“. Und das ist bei mir der Punkt wieso das mit der Akzeptanz nicht klappt. Dass ich auch schon Tage hatte, die wohl nicht viele in ihrem Leben hatten (z.B. nach der Promotionsprüfung zu feiern, im Dr. Wagen übern Campus gezogen zu werden etc.), das ist ohne jeglichen Selbstwert NICHTS (und zwar gar nichts!!) Wert. Es ist vielmehr eine Lüge. Es war alles Lug und Trug. Nicht meine Leistung. Es war das kollektive Versagen aller anderen, die nicht checken, dass ich dumm bin wie ein AfD-Mitglied. Ok sagen wir wie Brot. Ein- und Ausatmen klappt immerhin noch.

Jetzt gilt es genau das zu trainieren. Zu wissen, wann ich eben auch mal gefühltes „versagen“ akzeptieren kann, deswegen keiner stirbt, keine Welt untergeht etc. Und ich muss mir ein Konzept entwickeln, wie ich mir klar mache, dass es auch andere Tage gibt. Z.b. ein Post-It mit dem Wort „Dissertation“ an den Bildschirm heften. Allerdings muss mich dieses Stichwort wegen dem dann häufig nicht vorhandenen Selbstwert an einen an mich selbst geschriebenen Brief erinnern, der mir erklärt, dass die Dissertation ein Erolg war und eben KEIN Betrug. Und wenn ich dann lernen kann diese schlechte Tage so zu überstehen, dass diese nicht eine reine Qual werden, dann fände ich das schon ein ziemlichen Fortschritt.

Denn wird das schlimmer mache ich mir leider ziemlich sorgen um meinen Berufsfähigkeit und die will ich um keinen Preis verlieren. Und wenn ich die Reaktion meiner Thera richtig deute ist der Grund zur Besorgnis durchaus gegeben.

Und hey, auch wenns mit der Akzeptanz noch nicht so klappt, mich selbst reflektieren klappt dafür schon ganz gut 🙂

 

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Aufstehen.de

Mal wieder was politisches. Es gibt ja die neue Bewegungen „aufstehen.de“.

Was mich erst mal eigentlich eher begeistert hat. Nach längerem Überlegen bin ich mir aber nicht mehr ganz so sicher, ob mich das begeistert oder ich das doch eher kontraproduktiv finde?

Wieso? Weil wozu braucht man eine Bewegung für mehr soziale Gerechtigkeit, bestehend aus eigentlich nur den drei Parteien, die sich selbiges in der Politik eigentlich sowieso auf die Fahnen geschrieben haben und mal mehr und mal weniger auch ernsthaft vertreten? Wenn die CDU/CSU und die FDP das initiiert hätten, dann wäre das a) sinnvoll, weil es was ganz anderes wäre wie das, was die Parteien intern vertreten und b) nen ziemlich guter Witz gewesen 😛 Deren Bewegung heißt ja bekanntlich Lobby.de 😉

Ähnlich wie bei vielen psychischen Problemen erinnert mich das fast bisschen an Reflexionsverweigerung 😉 Das gleiche nochmal versuchen, an der Sache/Ursache aber eigentlich gar nix ändern. Wenn ich mich nicht engagieren will oder nicht der Typ dazu bin aktiv was zu machen, dann werd ich das doch auch nicht machen, ob ich bei den Linken bin, bei den Grünen, bei der SPD oder bei aufstehen.de?

Es erinnert mich oft an meine zweite Persönlichkeit, die öfters mal durchschillert. Ich nenne ihn „den Teilzeit-Eremit“. Denn hin und wieder hab ich den enormen Wunsch mir z.B. in Kanada irgendwo tief im Nadelwald eine Holzhütte zu bauen, mich da hin setzen und glücklich zu sein. Ich vergesse dabei aber immer erstmal völlig, dass ich selbst ja dann dort auch bin. Meine Gefühle, mein inneres, meine F60.3, das zieht ja auch mit um. Und dann bin ich ja dummerweise immmernoch ich. Also wenn ich es nicht schaffe hier irgendwie glücklich zu sein, werde ich mir auch in Kanada als Eremit schwer tun. Und rein faktisch gibt meine Situation (Diagnosen mal außen vor gelassen) ja keinen Grund der jegliche Art von Glück nieder machen würde.

So tiefgründig ist es ja nicht nun mit aufstehen.de, aber ich finde schon, dass wenn ich eine linke, soziale, gerechte, whatever Einstellung nicht vertrete, mich nicht engagiere dann brauch ich mir nichts vormachen, dann wirds weder bei den Grünen was, bei den Linken, bei der SPD oder bei aufstehen.de. Dann bin ich halt auch einfach nicht der Typ mich zu engagieren.

Also finde ich, in einer Partei zu sein, seine Einstellung haben und die Leute, die sich da aktiv engagieren zu unterstützen ist genau das richtige für mich, nicht mehr und nicht weniger. Ich hab meine Meinung, meine Einstellung und die ändert sich nicht. Aber ich werde auch nicht aktiver wenn ich jetzt ein anderen Namen auf Partei/Verein/Bewegung klebe. Und vor allem frage ich mich, wieso ein Linker meint nun bei Aufstehen.de die soziale Gerechtigkeit voranzutreiben. Rein von den Fakten her wäre die Chance bei gleichem Engagement in der Partei doch deutlich höher (mehr Mitglieder und politisch im Bundestag sowie ettlichen Landtagen vertreten).

 

Schock

Ich berichtete ja vor nicht all zu langer Zeit darüber, dass meine Therapeutin erkrankte und wie es danach weiter gehen soll. Wie sehr mich das nun selbst beschäftigt, auch aus persönlicher Geschichte heraus.

Nun ist sie verstorben. Etwa ~2-3 Monate nach meiner letzten Stunde. Das haut mich jetzt richtig um. Denn ich hatte ja noch e-mail Kontakt mit ihr nach längerem hin und her überlegen. Hatte ich mich doch getraut ihr zu schreiben. Und wußte nicht was. Habe 2 Stunden für 3 Sätze überlegt. Angst was falsch zu machen. Und ich schrieb auch noch „Ich wünsche ihnen alles Gute und ich hoffe, dass sie wieder gesund werden„. Jetzt ist sie tot. Oh man! Schwer sich nun nicht von dem Gefühl, den Gedanken, alles falsch gemacht zu haben übermannen zu lassen. Aber ich konnte das ja nicht wissen und habe von meinem Kenntnisstand her eigentlich alles richtig gemacht.

Ich frage mich, wußte sie, schon, dass sie nicht mehr lange zu Leben hat bei der letzten Therapiestunde? Das würde mich sehr traurig machen, alleine wenn ich an diese Situation denke. Also noch trauriger wie es eh schon ist.

Denn sie war eine super gute und sehr menschliche Therapeutin, eine freundliche und hilfsbereite Person. Und ich möchte einfach nochmal Danke sagen für alles

 

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Was nun Herr S.?

Im ZDF gibt’s ja dieses Reihe von „Politsendung“  Was nun XY? Obwohl mich das null interessiert finde ich den Titel  irgendwie interessant. Der ist mir seit meiner Kindheit im Kopf. Da gab es das auch schon.

Und ich frage mich das oft selbst, wenn ich wieder nicht weiter weiß. Und mal wieder nicht sicher bin. Damals wunderte ich mich immer, dass die Sendung eine Frage beinhaltet, die aber nicht beantwortet wird. Wenn ich mir die Frage heute immer selbst stelle, in Situationen wo ich nicht weiter weiß, bleibt sie meistens auch unbeantwortet.

So Frage ich mich auch heute was ich tun soll. Ich haben mit Freunden ausgemacht, am Wochenende auf ein Fest zu gehen, habe aber Freitag abend ein für mich sehr wichtigen Termin (Therapie und die hab ich grad sowas von nötig meiner Meinung nach) und eigentlich auch keine Lust auf das Fest (ich bin auch einer der Alkohol drinkt, obwohl er eigentlich nicht will, aber dem dort vorhandenen gesellschaftlichem Druck nachgibt). Auf die Freunde hätte ich ansich schon Lust, keine Frage. Was also tun? Den Termin verlegen um dann wohinzugehen, worauf ich keine Lust habe? Die Antwort klingt eigentlich klar. Termin wahrnehmen, nicht auf das Fest gehen und das machen, was MIR gut tut.

ABER: Die Logik macht nicht viele Stiche, wenn die Angst in mir, dass die Freunde sich dann abwenden werden von mir wenn ich absage, um Dimensionen größer ist. Unrealistisch, irreal, aber dennoch real. Vom Gefühl her.

Und drum die Frage, Was nun Herr Sappy? Entscheiden sie sich, aber tun sie das schnell, bald isses nämlich eigentlich zu spät. Am Freitag für Freitag abend absagen geht halt nunmal nicht.

Gibt wenig was ich mehr hasse, als solche Situationen.

 

Wirr

Heute bin ich total wirr im Kopf. Das passiert eigentlich häufiger. Das ist bei mir auch ein Anzeichen dafür, dass die Anspannung wieder ansteigt. Beziehungsweise auf jeden Fall schon im oberen gelben Bereich ist. Denn „wirr“ heißt meistens, dass das Gefühls- und Gedankenkarusell wieder anfährt.

Ich fahre mit dem Fahrrad zur Arbeit. Das (nach gestern) zweite Mal seit der OP. Eigentlich was schönes. Ist es auch. Auf halber Strecke merke ich, wie ich eigentlich nur durchaus negativ darüber nachdenke, dass ich aus meiner Sicht nichts oder auf jeden Fall viel zu wenig gearbeitet habe die letzten Tage (effektiv nicht von der Arbeitszeit). Welche negativen Konsequenzen das doch alles haben wird und demnächst sowieso die Welt untergeht. Business as usual. Als ich merke, dass ich wieder ein völligen Blödsinn im Kopf hab beginne ich, die Achtsamkeitsübung mit den 5 Sinnen zu machen (schmecken lass ich allerdings mal weg, weil ich keine Lust habe Insekten zu essen unterwegs 😉 ). Das funktioniert bei mir oft sehr gut um wieder weniger chaotisch zu denken und um mich zu beruhigen. Und beim Radfahren durch den Wald geht das auch ganz gut. Sowieso sehr erstaunlich, wieviele unterschiedliche Dinge man hört, sieht, riecht und fühlt (tastet) wenn man sich auf je eins davon 10-20s konzentriert. Für alle die das nicht kennen, Ziel ist es zu jedem der Sinne etwa 5 unterschiedliche Wahrnehmungen zu fokusieren. Also beginnt man z.B. mit „hören“ dann kann man sich erstmal auf das Rollen der Räder konzentrieren und versuchen nur das zu hören, dann z.B. das Pfeifen des Fahrtwindes am Ohr, dann die Vögel, dann Wind in den Bäumen. Etc. Man findet erstaunlich viel wenn man sich drauf konzentriert.

Heute will aber auch das nicht so recht klappen. Ein Zeichen dafür, dass die Anspannung schon am roten Bereich kratzt. Die Gedanken fliegen weiter. Und sie gewinnen. Und sie werden durchaus noch bescheuerter. Meine Idee zur Lösung meines Probelemes ist es so lange dagegen anzulaufen, bis es (da ich ja eh dumm wie Brot bin) per Zufall mal klappt. Die Fehlversuche ignoriere ich einfach. Und renne noch und nöcher mit dem Kopf gegen die Wand. Fehlversuche. Genau das vor dem ich die meiste Angst immer und überall habe will ich praktisch in rauen Mengen provozieren und dann ignorieren. Was das mit mir machen würde, das ist klar. Das würde in dunkel Rot enden. (Achtung Sarkasmus: ) Da reift also wieder mal ein echt cleverer Plan in mir. Auch ein anzeichen für hohe Spannnung bei mir: Wirres (Panisches) suchen nach einer Lösung, während die Lösungsvorschläge immer skuriler und eigentlich destruktiver werden.

Und dann wird oben drauf die Suizidkeule auch noch geschwungen. Tröstend. Klingt komisch, is aber so. Leider kein Sarkasmus mehr. Das als Suizidgedanken zu bezeichnen find ich immer ziemlich schwer. Weil es so vertraut ist. Ich kenne das nicht anders. Spricht man das so aus, wirkt das so krass und wenig normal. Also eigentlich richtig. Aber bei hoher Anspannung ist das ein von mir über Jahrzehnte erlerntes Mittel zur Spannungsreduktion.

Und dann fällt mir wieder meine letzte Therapiestunde ein. Meine Therapeutin sagte, dass diese Art der Beruhigung ein probates Werkzeug wäre erstmal. Sie hat ja irgendwo recht, von einer gewissen Warte aus. Trotzdem kann ich dem Gedanken, Suizidgedanken oder -phantasien als was Positives zu betrachten, nichts abgewinnen. Ich beginne wieder an der Therapeutin, der Therapie zu zweifeln. Und eigentlich an allem. Am liebsten würde ich direkt umziehen. Neues Leben. Neue Freunde. Neue Arbeit. Neuer Wohnort. Umzug und die Probleme alle hier im Wald lassen. Weil das ja klar ist. Und auch so gut funktioniert. Denn die Probleme sind ja nur hier im Wald und gar nicht in mir.

Und nun bin ich beim arbeiten. Eigentlich schon völlig k.o. weil die Radtour ziemlich anstregend war. Ich fühle mich als hätte ich Höchstleistung vollbracht. Wie nach einem Gefühlsorgasmus. Und das alles in nur 30min radfahren. Lust auf ne Kippe hätte ich ja. Oder Heroin, bin mir da grad nicht so sicher. Und jetzt soll ich round about 8h arbeiten? Ich bin gespannt!

Passenderweise läuft grad in der Playlist „The Idiots are Taking over“ von NOFX. Ist zwar was anderes mit gemeint, passt aber für mein Kopf auch grad ganz gut.

Nostalgie

Ich war mal jung. Ich hab tatsächlich mal deutschen Hip Hop gehört. Als es noch Hip Hop war. Und nicht „Rap“. Schon gar  nicht der pseudo Gangster-Rap diverser Gramatikverweigerer. Dieser Rap, laut dem jede Mutter schon 100 mal gefickt wurde, die durchschnittliche Penislänge ca. 34,25m beträgt (was ich by the way ernsthaft für Fakenews halte) und wo jeder 50 von seinen bereits erreichten 17 Gangster-Jahren im Gefängnis verbracht hat.

Ach früher war Hip Hop schon noch geil. Fettes Brot, Einz Zwo, Stieber Twins, Freundekreis, Blumentopf, Fanat 4, Massive Töne, Absolute Beginner, Spax & Mirco Machine, Afrob, Ferris MC, Spezializtz, Fünf Sterne Deluxe uvm.

Hier mal eine kleine Auswahl von – meiner Meinung nach – sehr geilen Songs (und nicht immer die bekanntesten 😉 )

Spezializtz – Kennst Ja

Einz Zwo – Liebes Logbuch

Blumentopf – 6m90

Samy Deluxe – Pures Gift

Stieber Twins – Malaria

Freundeskreis – Tabula Rasa

Fünf Sterne Deluxe – Dein Herz schlägt schneller

Massive Töne – Rap Game

Absolute Beginner – K2

Fettes Brot – Nordish by Nature

Die Klasse von 95′ – Die krasse Klasse

Fanta 4 – Der Picknicker

Creme de la Creme – Die letzte Nacht

Könnte noch viele auflisten 😉 Ggf. wünsche ich viel Spaß beim reinhören!

 

 

 

Arbeitsintoleranz

Ich muss mir langsam die ernsthafte Fragen stellen, was bei mir nicht stimmt. Also gut, diese Frage mag bei einem Menschen, der sich in regelmäßiger psychischer Behandlung befindet, durchaus rethorisch anmuten. Allerdings  ist mir nicht  ganz klar, wieso sich in mir oft alles gegen Arbeit streubt. Ich manipuliere meinen Arbeitsfortschritt nicht selten dahingehend, dass ich abends völlig niedergeschlagen das Büro verlasse und für mein Empfinden viel zu wenig geschafft habe. Oder einfach auch den ganzen Tag mich mit Kleinigkeiten beschäftigt habe. Teilweise lenke ich mich mit völlig anderen Dingen von der Arbeit ab, so dass es schnell mal mittag ist und ich de facto noch nichts produktives geleistet habe. Oder gefühlt nur vor mich hergeträumt  habe.

Das muss irgend ein tieferen Grund haben. Denn ich bin zwar faul, aber eigentlich kein kompletter Arbeitsverweigerer. Ich denke der durchaus ansehnliche akademische Werdegang bestätigt das irgendwie. Und auch die Umgebungsbedingungen passen irgendwie alle. Top Arbeitsbedigungen, top Kollegen, top Arbeitszeiten, top Arbeitsweg. Bis auf die nur befristete Anstellung (was in der Forschung leider relativ normal ist, hier wurde die Zeitarbeit praktisch weiter ausgebaut, wenn man so will) kann ich wirklich nichts negatives erkennen. Und trotzdem ist es so, dass ich mich schon wieder wenig arbeitsfähig fühle. Und das obwohl ich zuvor 4 Wochen nicht arbeiten war wegen Urlaub, OP und Heilung und eigentlich in der Zeit trotz dem maroden Bein ziemlich entspannt und erholt war und gefühlt tiefenentspannt wieder hier aufgeschlagen bin. Nach einer Woche ist das schon alles wieder weg.

Ich kann doch nicht immer zwei Wochen arbeiten und dann 4 Wochen Urlaub machen 😦 (obwohl ich das zugegebenermaßen ziemlich geil fände).